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Unternehmensentwicklung - Definition

Kraus & Partner - Lexikon - Wirtschaftsbegriffe einfach erklärt

Definition - und Erklärung des Management-Begriffs "Unternehmensentwicklung":

Der Begriff „Unternehmensentwicklung“ bezeichnet das systematische Bemühen von Unternehmen das System Unternehmen so zu entwickeln, dass es außer seinen kurz- und mittelfristigen, auch seine langfristigen Ziele erreicht.

Unternehmensentwicklung: Ausgangspunkt Vision

Ausgangspunkt der Unternehmensentwicklung sind somit stets die Vision (Wohin wollen wir uns entwickeln?) und die damit verbundenen strategischen Ziele des Unternehmens. Hieraus werden dann wiederum Einzelmaßnahmen abgeleitet, die ergriffen werden, damit das System Unternehmen sich wie gewünscht entwickelt. Diese Einzelmaßnahmen können sich sowohl auf die Kultur des Unternehmens, dessen Aufbau und Struktur sowie die Abläufe und Prozesse in ihm beziehen; des Weiteren auf die Kompetenz (Einstellungen und Fähigkeiten) der Mitarbeiter.

Credo: Unternehmen sind interdependente Systeme

Kennzeichnend für eine professionelle Unternehmensentwicklung ist, dass das Unternehmen als ein komplexes, interdependentes Beziehungssystem verstanden wird, in dem viele Wechselbeziehungen bestehen. Das heißt: Werden beispielsweise die Strukturen und Abläufe in dem System verändert, dann hat dies in der Regel unter anderem auch Auswirkungen auf die Arbeitsbeziehungen und -inhalte der Mitarbeiter sowie die Kompetenzanforderungen an diese. Diese Zusammenhänge und Wechselwirkungen gilt es bei der Unternehmensentwicklung stets zu bedenken und beachten, damit sich das System Unternehmen wie gewünscht entwickelt.

Unternehmensentwicklung erfordert systemisches Denken

Deshalb sollten zum Beispiel Berater, die Unternehmen bei der Unternehmensentwicklung beraten und unterstützen, unter anderem im systemischen Denken und Handeln sowie im Erkennen und Analysieren der Interdependenzen geschult sein. Zudem sollten sie Erfahrung in der Arbeit für und in Organisationen haben. Denn dies erleichtert es ihnen, richtig einzuschätzen, welche Interventionen in einem Unternehmen zielführend sind – seien diese strategischer, struktureller, kultureller, personeller, (verfahren-)technischer Art.

Unternehmensentwicklung in der VUKA-Welt

Eine zentrale Herausforderung bei der Unternehmensentwicklung in der von rascher Veränderung und geringer Planbarkeit geprägten VUKA-Welt ist, dass die sogenannte Ambidextrie sichergestellt wird; das heißt, dass das Unternehmen – trotz der ergriffenen Veränderungsinitiativen –
  • sein Tagesgeschäft so erfüllen kann, dass es seine kurz- und mittelfristigen Ziele (zum Beispiel bezogen auf den Umsatz und Ertrag) und zugleich
  • seine langfristigen (Entwicklungs-)Ziele erreicht.
Dies setzt bei den für die Unternehmensentwicklung verantwortlichen Personen in den Unternehmen auch eine hohe Change-Management-Kompetenz voraus: Entsprechendes gilt für die (externen) Berater, die sie hierbei unterstützen

Agilität auch bei der Unternehmensentwicklung gefragt.

Ein zentraler Treiber für Unternehmen sich mit dem Thema Unternehmensentwicklung zu befassen ist zurzeit die sogenannte digitale Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft. Sie veranlasst bzw. nötigt viele Unternehmen nicht nur ihre Geschäftsmodelle, sondern auch ihre Kultur und Struktur sowie die Kompetenzanforderungen an ihre Mitarbeiter zu hinterfragen.

Dabei kämpfen sie mit dem Problem, dass die Zukunft noch nicht Gegenwart ist. Entsprechend viele Annahmen fließen in ihre Planungen ein. Deshalb sind bei der Unternehmensentwicklung auch zunehmend agile Vorgehensweisen gefragt, bei denen der Erfolg der ergriffenen Maßnahmen zeitnah evaluiert und das geplante (weitere) Vorgehen bei Bedarf korrigiert wird.

K&P-Berater – Video Change-Management und Unternehmensentwicklung.


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