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Lerntagebuch - Definition

Kraus & Partner - Lexikon - Wirtschaftsbegriffe einfach erklärt

Definition - und Erklärung des Management-Begriffs "Lerntagebuch":

Lerntagebücher dienen der schriftlichen Dokumentation von Gelerntem und damit auch vom Lernfortschritt, sowie der Dokumentation von Erfahrungen und typischen Anwendungsfällen für das Gelernte.

Ziel

Ziel der Methode ist es, Wissen in Form von Erfahrungen und Meinungen von Mitarbeitern im Rahmen ihrer Arbeitserledigung zu erfassen, um sie nachträglich aufarbeiten zu können.

Auf diese Weise kann der Tagebuchschreibende jederzeit erneut aus seinem dokumentierten Wissen lernen. Er soll dazu angehalten sein, die eigene Praxis zu reflektieren, sich kritisch damit auseinanderzusetzen und möglicherweise zu verändern. Damit dient das Lerntagebuch der Selbstevaluation.
Darüber hinaus können durch Lerntagebücher im Forum (siehe à Forum & Fieldworkansatz) die Erfahrungen mehrerer Mitarbeiter leichter gesammelt und zusammengefasst werden. Dadurch kann das soziale und fachliche Wissen der Gruppe ausgebaut und verallgemeinert werden, da die Gruppe aus den Erfahrungen der einzelnen Gruppenmitglieder (Learning Journeys) lernen und davon profitieren kann. So können z.B. zur Lösung von Problemen Personen zu Rate gezogen werden, die diese Erfahrung bereits gemacht haben.
Das Führen eines Lerntagebuchs fördert das langfristige Behalten von Inhalten, da es anwendungsorientiertes Lernen fördert.

Durchführung:

Die Teilnehmer sollen in einem bestimmten Zeitraum regelmäßig (z.B. täglich oder wöchentlich) ihre Erfahrungen beim Umsetzen des neu Gelernten aufschreiben. Dabei sollen sie kurz berichten:

  • wie sie etwas weiterverarbeitet haben
  • wo und welche Schwierigkeiten aufgetreten sind
  • wie sie diese Schwierigkeiten gelöst haben
  • welche der neu gelernten Techniken gut funktioniert haben und welche nicht (und warum)
  • wie häufig und wann die neu gelernten Techniken verwendet wurden
  • welche Fragen in der praktischen Anwendung aufgetaucht sind

Diese Inhalte werden im nächsten Forum-Treffen vorgestellt und diskutiert und dienen zudem als Grundlage für Gespräche mit dem direkten Vorgesetzten, der im Lernprozess als Sparing-Partner dienen kann.

Wird das Lerntagebuch nicht nur vom Tagebuchschreiber gelesen, sondern erhalten auch andere Personen Einblick, dann muss dies vorher ausdrücklich geklärt werden.

Zusätzlich kann ein Lerntagebuch dazu verwendet werden, sich die wesentlichen Inhalte einer Präsenzveranstaltung noch einmal zu vergegenwärtigen und durch aktive Wiederholung einzuprägen. Dabei soll die Auseinandersetzung mit dem neu Gelernten in eigenen Formulierungen dokumentiert werden. Beispiele dafür sind begründetes Zustimmen oder Ablehnen, Herstellen von Beziehungen zu persönlichen Erfahrungen, das Beschreiben eigener Ideen oder das Entwickeln von Lösungsvorschlägen.

Hilfreich sind dabei folgende Fragen:

  • Was habe ich Neues gelernt, was ist mir aufgefallen?
  • in Bezug auf die Inhalte fachlicher und übergreifender Art (meine inhaltliche Kompetenz)
  • in Bezug auf mich als Person (meine personale und soziale Kompetenz)
  • Woran werde ich inhaltlich noch weiterarbeiten: wann? wo? wie?
  • Was möchte ich in den nächsten Tagen einmal anwenden?

Was will ich noch nachholen, was noch klären?

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