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Design Thinking - Definition

Kraus & Partner - Lexikon - Wirtschaftsbegriffe einfach erklärt

Definition - und Erklärung des Management-Begriffs "Design Thinking":

Der Begriff Design Thinking bezeichnet einen Denkansatz sowie ein methodisches Vorgehen, das darauf abzielt, ein möglichst großes, kreatives Potenzial bei allen direkt und indirekt Betroffenen eines Innovations- oder Change-Projekts freizusetzen, um komplexe Probleme und  Aufgabenstellungen auf eine ganz, neue Art zu lösen.

Design Thinking: Historie

Der Design-Thinking-Ansatz geht u.a. auf dem US-amerikanischen Informatiker und Künstliche-Intelligenz-Forscher Terry Allen Winograd zurück, der Professor an der Stanford University, Gründungsmitglied des Hasso Plattner Institute of Design (d-school) in Stanford und Berater bei Google war. Der von ihm entwickelte Innovationsansatz basiert auf der Annahme, Probleme können besser gelöst werden können, wenn Personen aus unterschiedlichen Disziplinen in einem die Kreativität fördernden Umfeld zusammenarbeiten und ausgehend von einer gemeinsamen Fragestellung im Team (erste) Konzepte zur Lösung eines Problems entwerfen, die dann im weiteren Prozess-Verlauf fortlaufend geprüft, verfeinert und optimiert werden.  

Design Thinking: Nutzung des Begriffs

In den letzten Jahren ist insbesondere in der Consulting-Branche, aber auch in Management-Kreisen ein regelrechter Hype um das Thema Design Thinking entstanden. Dieser ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass keine einheitliche, verbindliche Definition des Begriffs Design Thinking existiert. Deshalb werden unter dem Label Design Thinking die unterschiedlichsten multidisziplinären Ansätze subsummiert, die darauf abzielen, neue Lösungen für ein komplexes Problem oder eine herausfordernde Aufgaben  zu entwerfen.

Design Thinking: Vorgehen

Das Vorgehen beim Design Thinking orientiert sich an der Arbeit von Designern. Diese versuchen häufig in einem Prozess, der die Elemente Beobachten, Verstehen,  Ideen finden/entwickeln, Umsetzen und aus Erfahrung/Feedback Lernen umfasst, innovative (Problem-)Lösungen zu entwickeln. Dabei sind in diesen Prozess auch die Kunden bzw. künftigen Nutzer integriert, denen im Prozessverlauf die Ideen und Lösungen präsentiert werden und deren Feedback in den weiteren Prozess einfließt. Dabei soll das Finden neuer Lösungen durch ein methodisches Setting und ein Ambiente stimuliert werden, das ein kreatives Denken fördert – unter anderem weil keine Denkverbote existieren und auch ein parielles Scheitern erlaubt ist. Zum Schaffen eines entsprechenden Klimas bzw. einer entsprechenden Arbeitsatmosphäre werden die unterschiedlichsten Tools, Vorgehensweisen und Methoden genutzt. Dabei kommen nicht selten Design Thinking Experten beziehungsweise Innovationsberater zum Einsatz, die mit ihrem  Methoden-Know-how die kreativen Prozesse stimulieren und steuern.

Design Thinking und Unternehmenskultur

Eine wachsende Zahl von Unternehmen nutzt Ideen und Methoden, die im weiteren Sinne dem Design Thinking zugeordnet werden können, um in ihrer Organisation eine Kultur zu schaffen, die eine höhere Kreativität der Mitarbeiter fördert und so Innovationen stimuliert. Sie gestalten den Arbeitsalltag, die Prozesse und die Räumlichkeiten (in Teilen) ihrer Organisation so, dass sich Kreativität entfalten kann. Zudem etablieren sie in ihrer Organisation verstärkt multidisziplinäre Teams, die mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen ganz neue Lösungen entwerfen.

Design Thinking: Relevanz

Viele Unternehmen stehen aktuell vor der Herausforderung – unter anderem im Rahmen der sogenannten digitalen Transformation der Wirtschaft – ganz neue Geschäftsmodelle für ihre Organisation zu entwerfen und deren Struktur und Kultur von Grund auf zu überdenken. Dabei gilt es auch, die Zukunft gedanklich vorwegzunehmen, die noch nicht Gegenwart ist. Um solche zukunftsfähigen Lösungen zu entwerfen eignen sich die klassischen Managementmethoden, die primär auf Logik sowie Daten und Fakten setzen, nicht. Vielmehr ist ein interdisziplinäres sowie inkrementelles Vorgehen („Versuch und Irrtum“) nötig, bei auch die Intuition eine wichtige Rolle spielt.
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Insofern hat das zentrale Anliegen, das hinter dem sogenannten Design Thinking steckt, für die Unternehmen aktuell eine sehr hohe Relevanz – auch wenn sich der Begriff Design Thinking selbst zu einem inflationär gebrauchten Modebegriff entwickelt hat.

Beratung Einführung Design Thinking

Die Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner unterstützt Unternehmens, sofern gewünscht, beim Einführen des Design Thinkings bzw. eines Denkansatzes und  methodisches Vorgehens , um komplexe Probleme und  Aufgabenstellungen auf eine ganz, neue Art zu lösen.

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